Montag, 26. Juni 2017

„Kulturgüterschutz – Bewusstsein für unser gemeinsames Erbe“ SIAA Studierendenkonferenz, 10.-11.06.2017 (Mainz)

Ein Beitrag von Katharina Zartner.

Am Wochenende des 10. und 11. Juni 2017 fand in Mainz erstmals die interdisziplinäre SIAA Studierendenkonferenz unter dem Titel "Kulturgüterschutz – Bewusstsein für unser gemeinsames Erbe" statt. Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte und das vor allem im Bereich der Altertumswissenschaften eine große Rolle spielt. Die Konferenz fügte sich mit ihrer Thematik in die global angelegte Kampagne "unite4heritage" der Unesco ein und leistete somit auch einen wertvollen Beitrag zu dem wichtigen Vorhaben, Menschen weltweit für das Thema Kulturgüterschutz zu sensibilisieren.


Abb. 1: Das Logo der "Studierendenkonferenz Innovative und Aktive Altertumswissenschaften Mainz" (kurz SIAA). In der Mitte ist eine altägyptische Hieroglyphe zu sehen; diese trägt den Lautwert siA, was sich mit "Erkenntnis" oder "Bewusstsein" übersetzen lässt und den Grundgedanken des Kulturgüterschutzes versinnbildlichen soll.

Innovative Ideen und viel persönlicher Einsatz

Das Kürzel SIAA steht für "Studierendenkonferenz Innovative und Aktive Altertumswissenschaften Mainz" (Abb. 1) und in eben diesem Sinne war die Konferenz auch gestaltet. Mit viel Herzblut haben zwei Masterstudentinnen sowie eine ehemalige Studentin mit abgeschlossenem Master aus dem Arbeitsbereich Ägyptologie des Instituts für Altertumswissenschaften der JGU Mainz die Konferenz geplant, organisiert und durchgeführt: Peggy Zogbaum, Isabel Steinhardt und Dana Jacoby. Den drei Organisatorinnen ist es zu verdanken, dass die Konferenz überhaupt zu Stande kam, professionell vorbereitet war und zu einem derartigen Erfolg wurde. Ein Jahr Vorbereitungszeit haben die drei jungen Frauen investiert, selbständig Gelder eingeworben, eine Website und Werbematerialien erstellt, Referenten eingeladen, das Programm zusammengestellt, für die Verpflegung der Teilnehmer gesorgt und vieles mehr. Das alles neben Studium und Beruf zu stemmen ist eine beachtliche Leistung.

Tag 1 der Konferenz begann mit den Grußworten von Univ.-Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Prodekan des Fachbereichs 07 der JGU Mainz) und Univ.-Prof. Dr. Tanja Pommerening (Professorin der Ägyptologie am Institut für Altertumswissenschaften und Sprecherin des Graduiertenkollegs "Frühe Konzepte von Mensch und Natur"), die die Aktualität und Brisanz der Thematik betonten und besonders die Eigeninitiative der Organisatorinnen herausstellten, sowie mit einer thematischen Einführung durch Univ.-Prof. Dr. Alexander Pruß (Professor für Vorderasiatische Archäologie am Institut für Altertumswissenschaften).

Kulturgüterschutz in Libyen und Ägypten

Den ersten Vortrag der Konferenz hielt Dr. Julia Nikolaus von der Universität Leicester bzw. Oxford zum Thema "Libyan Antiquities at Risk" und berichtete über die Problematiken des illegalen Antikenhandels und der Zerstörung von Kulturgütern in Libyen. So werden antike Friedhöfe zerstört, indem sie rücksichtslos mit Straßen und Häusern überbaut werden; Reliefs und Statuen werden von Grabbauten abgeschlagen und landen auf dem Antikenmarkt. Frau Dr. Nikolaus und ihr Team bemühen sich um Aufklärung und Sensibilisierung sowohl der Antikenhändler als auch der lokalen Bevölkerung, um vor allem bei den jüngeren Generationen ein Bewusstsein für das kulturelle Erbe des Landes zu schaffen. Dies geschieht auf vorbildliche Weise in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. 

Im Anschluss daran referierte Hannah Sonbol, M.A. von der Freien Universität Berlin zum "Beitrag ägyptischer staatlicher Schulbücher zum Kulturgüterschutz". Anhand von Beispielen aus den Büchern, die zur Pflichtlektüre eines jeden ägyptischen Schülers gehören, zeigte sie eindrücklich, dass das Thema Kulturgüterschutz nur im Licht wirtschaftlicher Interessen vermittelt wird. Die einzigartige Geschichte des Landes und die frühe ägyptische Hochkultur werden in hohem Maße instrumentalisiert und zur Militärverherrlichung genutzt; die Meinungsrichtung wird den Schülern in der Regel bereits durch die Formulierung der Fragen vorgegeben. Was fehlt, ist die Vermittlung von neutralem Wissen und das Bewusstsein für den kulturhistorischen Wert dieser Denkmäler. Als positives Beispiel für Aufklärungsarbeit dieser Art nannte Frau Sonbol die "Abteilung zur Kulturvermittlung und für Archäologie-Bewusstsein" in Alexandrien, machte jedoch gleichzeitig deutlich, dass solche Projekte bisher leider die Ausnahme darstellen.

Aus der Sicht von Justitia

Im ersten Keynote-Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Dr. hc. Kai Ambos aus Göttingen die Frage, ob und inwiefern das Völkerstrafrecht einen Beitrag zum Kulturgüterschutz leisten kann. Es wurde deutlich, dass die Rechtslage oft bei weitem nicht eindeutig ist, bspw. in der Frage, wann in Kriegszeiten die "militärische Notwendigkeit" besteht, ein Kulturdenkmal zu zerstören oder nicht. So bleibt es nach einer solchen Zerstörung u.a. auch Ermessenssache, ob eine ausreichende "Schwere der Tat" vorlag, die eine Verurteilung rechtfertigen würde. Als eine Art Präzedenzfall führte er die erstmalige strafrechtliche Verurteilung einer Person für die Zerstörung von Kulturgütern im Jahr 2016 an (sog. Al-Mahdi-Fall).

Parallelen zwischen Natur- und Kulturgüterschutz?!

Nach ausgiebiger Stärkung in der Mittagspause zog Jens Crueger, B.A. von der Universität Bremen interessante Parallelen zwischen Überlegungen aus dem Bereich des Natur-, Arten- und Tierschutzes und dem Feld des Kulturgüterschutzes. Vor allem im Hinblick auf das Stichwort Zukunftsbewusstsein und Sensibilisierung ist der Natur- und Umweltschutz in den letzten Jahrzehnten ein großes Stück vorangekommen und kann somit vielleicht als Orientierungshilfe im Prozess der Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit von Kulturgüterschutz dienen. 

Untrennbar verbunden: Archäologie und Kulturgüterschutz 

Auch das Graduiertenkolleg 1876 "Frühe Konzepte von Mensch und Natur" war durch drei Doktorandinnen der Ägyptologie bzw. der Vorderasiatischen Archäologie mit einem Vortrag vertreten (Abb. 2). Unter dem Titel "Kulturgüterschutz im Archäologen-Alltag – Im Spannungsfeld zwischen Dokumentation, Erhaltung und Zerstörung" gaben Sonja Speck, Mari Yamasaki und Katharina Zartner Einblicke in die tägliche Arbeit von Archäolog*innen und inwiefern der Kulturgüterschutz dabei eine Rolle spielt. In einem einführenden Teil ging Katharina Zartner darauf ein, inwiefern archäologisches Arbeiten immer auch mit Zerstörung (durch die Ausgrabungstätigkeit) verbunden ist und wie wichtig es daher ist, jeden Arbeitsschritt und jede kleinste Information gründlich zu dokumentieren, um so die Nachvollziehbarkeit von Erkenntnissen, die Erhaltung von Wissen und die Möglichkeit zur Rekonstruktion zu gewährleisten. Als Fallbeispiele für modernes archäologisches Arbeiten mit dem Fokus auf ebendiesen Zielen diente zum einen der Bericht von Mari Yamasaki über ein Land- und Unterwassersurvey auf Zypern (Agios Georgios Bay), bei dem Methoden wie Remote Sensing, Georadar und Geomagnetik zum Einsatz kommen und auf diese Weise große Areale zerstörungsfrei, zeitsparend und kostengünstig untersucht werden können. Zum anderen stellte Sonja Speck die Vorteile der 3D-Rekonstruktion von archäologischen Objekten mittels Photogrammetrie vor – speziell anhand eines von ihr mitentwickelten Geräts, das den Prozess der Fotoaufnahmen, z.B. von Siegeln oder Statuetten, standardisiert und erleichtert.


Abb. 2: Die GRK-Doktorandinnen Mari Yamasaki, Sonja Speck und Katharina Zartner werden von den Organisatorinnen Peggy Zogbaum und Dana Jacoby (v.l.n.r.) zu ihrem Vortrag zum "Kulturgüterschutz im Archäologen-Alltag" begrüßt (Foto: Garzón Rodríguez).

Schatzsucher und Antikenhändler

Kriminalhauptkommissar Eckhard Laufer von der Abteilung für Kulturgüterschutz des Hessischen Landeskriminalamtes Wiesbaden hielt das Auditorium im spannenden zweiten Keynote-Vortrag mit dem Titel "Plündern und verkaufen, alles 'no problem'?" in Atem. Er erzählte aus seinem Arbeitsalltag, berichtete von Schatzsuchern und Sondengängern und bemängelte, dass die Strafen für Raubgräber und Hehler oft verschwindend gering ausfallen (als Beispiel nannte er den bekannten Fall der sog. Himmelsscheibe von Nebra). Herr Laufer erläuterte zudem den gesetzeskonformen Umgang mit archäologischen Funden und dass wohl kaum einer Privatperson bewusst sei, dass eine Meldepflicht auch für Objekte von privatem Grundbesitz besteht.

Der folgende dritte Keynote-Vortrag von Dr. Michael Müller-Karpe vom RGZM Mainz schloss sich thematisch direkt daran an. Unter dem Titel "Blutige Antiken: Von Raubgräbern, Hehlern – und Gesetzgebern" machte er auf die Problematiken von Raubgrabungen "im großen Stil" aufmerksam, wie sie unter anderem von der terroristischen Organisation "Islamischer Staat" betrieben werden. Das Hauptproblem: Die Nachfrage bestimmt das Angebot – und traurigerweise besteht die Nachfrage bei reichen Sammlern aus aller Welt, wie die enormen Summen beweisen, die Antiken in den Auktionshäusern erzielen. Dr. Müller-Karpe sprach von einem "blutigen Markt", der Terror und Krieg mit finanziellen Mitteln versorgt und forderte zu Recht umfassende Gesetzesänderungen, um dies zu stoppen.

Die Vorträge des ersten Tages haben alle deutlich gezeigt, dass an vielen Stellen Handlungsbedarf besteht. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich Sprecher und Auditorium einig: Vor allem Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit sowie eine allgemeine Sensibilisierung für das Thema Kulturgüterschutz sind dringend notwendig!

Bewusstsein schaffen – Beispiele aus der Praxis

Der zweite Tag der Konferenz war Beispielen aus der praktischen Arbeit gewidmet: Dr. Anna M. Kaiser vom Zentrum für Kulturgüterschutz der Donau-Universität Krems in Österreich berichtete von der erfolgreichen Durchführung einer Sommeruniversität, bei der ein Notfallplan zur Evakuierung von Kulturgütern erarbeitet und erfolgreich getestet wurde (z.B. für Museen im Falle einer Hochwasserkatastrophe). Ein weiteres Projekt zum Umgang mit Archiven in Krisensituationen ist geplant.

Anne Riedel, M.A. von der Ruhr-Universität Bochum sprach über "Denkmalrecht und Kulturgüterschutz – Ein Praxisbericht über interdisziplinäre Ansätze in der universitären Lehre". In ihrem Vortrag berichtete sie über ein über mehrere Jahre hinweg weiterentwickeltes Unterrichtskonzept, das sich anhand von Fallbeispielen unter anderem mit den rechtlichen Grundlagen von Kulturgüterschutz beschäftigt, und über Chancen, Grenzen und die Notwendigkeit der Vermittlung solchen Wissens innerhalb verschiedener Studiengänge.

Margrith Kruip, M.A. vom Projekt HerA (Heritage Advisors, Beratung für Kulturgüterschutz Berlin) stellte mit viel Herzblut ihre Überlegungen zur "Grundlagenarbeit für den Kulturgüterschutz – Ideen für Fortbildung und Lehre" vor. Ziel des jungen Teams ist ein verstärktes Bewusstsein für unser kulturelles Erbe und eine erhöhte Sensibilität für den Kulturgüterschutz in der Bevölkerung. Um dies zu erreichen bietet HerA Workshops und Vorträge zu verschiedenen Themenkomplexen und für verschiedene Zielgruppen an (z.B. für Polizei- und Zollbeamte, für Juristen, aber auch speziell für Studierende).

Raum für angeregte Diskussionen und neue Kontakte

Die beiden sog. Active Sessions boten dann noch einmal allen Konferenzbesuchern die Möglichkeit, ausgewählte Themen aus verschiedenen Blickwinkeln heraus zu diskutieren. So wurde im ersten Szenario die Frage in den Raum gestellt, ob man als Kurator eines großen Museums ein einzigartiges Objekt, dessen Provenienz allerdings ungeklärt ist, ankaufen würde oder nicht. Im zweiten Szenario fungierte das Auditorium als eine Gruppe von Richtern, die in einer imaginären "Gerichtsverhandlung" den Fall des sog. Pyramidenkletterers von Giza verhandelten.

Den Abschluss der zweitägigen Konferenz bildete ein Sommerfest mit leckerem Essen, Getränken und der Möglichkeit, weiter ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, wie viel sich zum vielschichtigen und komplexen Thema Kulturgüterschutz noch sagen lässt, was es noch alles zu tun gibt und welch weiter Weg noch vor allen liegt, die sich für unser kulturelles Erbe einsetzen. Einen wichtigen und großen ersten Schritt auf diesem Weg hat die SIAA Konferenz bereits gemacht! Sie hat interessierte Leute aus verschiedenen Disziplinen zusammengebracht und so den Grundstein für eine künftige Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte gelegt. Den drei Organisatorinnen sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihren vorbildlichen Einsatz gedankt und zu einer rundum gelungenen, interessanten, aktuellen, professionellen und innovativen Veranstaltung gratuliert!

Sonntag, 25. Juni 2017

A Report of the First International Conference on Historical Medical Discourse, Milan

A weblog entry by Shahrzad Irannejad.

From June 14th to the 16th, the Department of Foreign Languages and Literatures at the University of Milan hosted the First International Conference on Historical Medical Discourse (CHIMED-1). The general interest of the conference concerned medical discourse in historical perspective across disciplinary fields and research areas, such as: historical linguistics; historical lexicology and lexicography; medicine in/and literature; history of science, medicine and medical thought; history and social function of medical institutions; popularization of medical thought; translation of medical texts; medicine and cultural attitudes; and medicine and society. I used this opportunity to share with experts how I am integrating Translation Theory and Historical Semantics in my PhD project and receive feedback. As there were parallel presentations and some presentations were in Italian (which I, unfortunately, do not speak), this report is by no means a comprehensive report of the entire event; rather, a report of the presentations I personally found relevant to my work.

Figure 1: Giuliana Garzone and Paola Catenaccio presenting their paper in a panel chaired by Dr. Elisabetta Lonati in the Napoleonica hall of the University of Milan (Photo by Shahrzad Irannejad).

On the first day, Giuliana Garzone and Paola Catenaccio (Milan) talked about "Disseminating medical knowledge in the 19th century: discourse analytical perspectives" (Fig. 1). They discussed the frequency of occurrence, collocation and concordances of their selected terms "knowledge", "experience", "theory", and "evidence" in their corpus, which was based on three major medical texts in the 19th century. They also discussed the structures of the three texts and stressed the importance of analyzing the introductions of the texts. Eleonora Ravizza (Bergamo) discussed "Colonialism and cultural hybridity at the intersection of medical and literary discourse". The underlying theme of her presentation was the notion that our experience of our physical body is mediated through language and is thus socially and culturally charged. She also discussed the relationship between disease and foreignness and drew on Susan Sontag’s Illness as Metaphor. The first day ended in a very interesting social event, in which we visited the archives of the Ca' Granda Hospital which housed many medical documents and objects going as far back as the 11th century (Fig. 2 and 3).

 


Figure 2 and 3: Visit to the archives of the Ca' Granda Hospital (Photos by Shahrzad Irannejad).

In day two of the conference, Lucia Berti (Milan) presented her paper entitled "Italy and the Royal Society: medical papers in the early Philosophical Transactions" based on her current PhD project. After introducing the Philosophical Transactions as important sources for the study of Anglo-Italian relations in the 17th century and after some theoretical background regarding her approaches to text analysis, she analyzed 23 medical papers written between 1665-1706, and discussed their language, genre, subject area, structure, and linguistic features. Elisabetta Lonati (Milan) talked about "Diffusing medical knowledge among the people: the socio-cultural function of medical writing". She examined the introduction of her primary sources and went on to discuss the attitude in the sources towards the relationship between intelligibility of medical texts and their utility. Tatiana Canziani and Marianna Lya Zummo (Palermo) presented their paper entitled "Prefaces in medical dictionaries: from moves to rhetorical Analysis". They dissected eleven medical dictionaries published 1809-1900 and discussed the rhetorical structure of their prefaces and introductions. Based on the audiences presumed for these dictionaries, they discussed the socio-cultural practices and assumptions embedded in these texts.
 
Massimo Sturiale (Catania) talked about "Pronouncing medical terms: norm and usage in pronouncing dictionaries". Focusing on four main pronouncing dictionaries from the eighteenth and early nineteenth centuries, he discussed and compared various examples of stress placement, spelling and pronunciations presented in these dictionaries. Alessandra Vicentini (Insubria) presented "A brief history of 19th-century English medical lexicography: authors, editors and texts". After giving some background about the scientific context of these dictionaries, in which she discussed the dramatic increase in specialized terminology which necessitated the publishing of dictionaries, she analyzed the needs, motivations and actors involved in compilation of five major dictionaries compiled in the 19th century.

In an attempt to implement one of the suggestions raised in our previous workshop on delivering public speeches in English at our RTG, I began my presentation with a story; especially because I was the last presenter in a long conference day: I had found mention of the theory of Inner Senses and Ventricular Localization in one of the stories of One Thousand and One Nights, recounted by Shahrazad the legendary storyteller. I think you can imagine my excitement as I came across this story. I received good feedback after my presentation (Fig. 4); members of the audience saying how the story helped them find relevance to my presentation and my research. I took as my departure point an 18th century Persian medical encyclopedia which mentions the theory of the Inner Senses. I then went back in time and showed how the expansion and development in the Aristotelian concepts of phantasia and koine aisthesis yielded the five inner senses described in this text. Using Historical Semantics and Translation Theory, I tried to show how transliteration, calque and translation of Greek terms yielded the Arabic, and later Persian, terminology that explained sensation, cognition and its impairment in the pre-modern Persianate world.


Figure 4:  The last speaker of the day trying to allure the audience with a story by Shahrazad; I promise my gesture in this scene was not pre-contemplated (Photo by Lucia Berti).


On the third day, Silvia Demo (Padova) talked about reception of Galen in Nicholas Culpeper's work in her talk "What medicine is. Galens Art of Physick". She presented and analyzed Culpeper’s translation of Galen's famous book. She drew attention to the fact that Culpeper inserts his own comments in the translation, and that he adjusts some recipes based on the ingredients available to his English reader. In a quite engaging presentation, Paul-Arthur Tortosa (Florence) talked about "Tables and Content: the writing practices of French military doctors between case-study and arithmetic medicine, 1792-1800". He introduced two major texts that explicitly discussed the emergence of the medical discourse, namely, Michel Foucault's The Birth of the Clinic (1963) and Erwin Heinz Ackerknecht's Medicine at the Paris Hospital, 1794-1848 (1967). His talk circled around the notion that medical lists and tables emerging in the 18th century made medicine look more "rational". He discussed how massification of warfare in this century caused reconfiguration of medical writing practices.

In the end, organizers of the conference Prof. Giovanni Iamartino and Dr. Elisabetta Lonati concluded the event by thanking all those involved in organizing the event, especially Lucia Berti, PhD candidate at the Department of Foreign Languages and Literature. They concluded by saying that they hope that the Conference on Historical Medical Discourse would continue to be held in the future. There is a prospect of this happening biannually, in Helsinki and Canary Islands in the near future. I, too, hope this future would soon be realized.