Freitag, 27. November 2015

Forschungskolloquium "Methodologische Überlegungen zu frühen Konzepten von Mensch und Natur", 13. November 2015

Ein Beitrag von Victoria Altmann-Wendling und Simone Gerhards.

Das diesjährige Forschungskolloquium „Methodologische Überlegungen zu frühen Konzepten von Mensch und Natur“ des Forschungsschwerpunkts
Historische Kulturwissenschaften (HKW) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde vom GRK 1876 gestaltet. Da sowohl unser Graduiertenkolleg als auch der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften die Bedeutung von Methodik und Theorie für die inter- und transdisziplinäre Forschung betonen, bot sich ein gemeinsames, methodisch ausgerichtetes Forschungskolloquium an. Dieses diente aber nicht nur der Reflexion methodologischer Fragestellungen, sondern besonders auch der Vernetzung historisch-kulturwissenschaftlicher Nachwuchswissenschaftler.
 

Alles im Rahmen – Frames als Konstrukte zur Wissensrepräsentation


Prof. Dr. Dietrich Busse (Düsseldorf) eröffnete das Programm mit seinem Vortrag  "Frames als Modell zur Analyse und Beschreibung von Konzepten, Konzeptstrukturen, Konzeptwandel und Konzepthierarchien". Busse, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Düsseldorf, forscht zu dem sogenannten Frame-Modell. Dabei handelt es sich um eine Neuentwicklung in der Sprachtheorie, die in den letzten Jahrzehnten zu einem Bindeglied zwischen Linguistik, Kognitionspsychologie, allgemeiner Kognitionswissenschaft und KI-Forschung geworden ist. Charles J. Fillmore, der Begründer der linguistischen Frame-Semantik, stieß mit seinen Überlegungen, welche weiteren Aspekte lexikalischer Bedeutung eines Wortes existieren und warum, den methodologischen Stein ins Rollen. Die Frame-Semantik fragt, laut Busse, zum ersten Mal explizit und gezielt nach der Funktion, der Art und dem Umfang des relevanten Wissens für das Verstehen eines sprachlichen Ausdrucks (z. B. eines Wortes oder Satzes). Dieses Wissen ist laut dem Modell in sogenannten Frames organisiert, welche die mentale Repräsentation eines stereotypischen Konzepts eines bestimmten Aspekts beinhalten. Dadurch ist ein Frame eine Abstraktion einer wiederholten Erfahrung mit realen Situationen. Die einzelnen Elemente eines Frames können nur durch eine Beziehung zueinander definiert werden. Das bedeutet, dass jeder sprachliche Ausdruck (mindestens) einen Frame aktiviert und in Bezug zu diesem steht. Busse selbst forscht momentan unter anderem im Bereich der juristischen Semantik. (S.G.)


Emisch und Etisch als Forschungsperspektive


Das sich an den Vortrag anschließende Panel der vier Kollegiaten des Graduiertenkollegs 1876 Dominik Berrens, Sonja Gerke, Simone Gerhards und Katharina Hillenbrand diskutierte unterschiedliche Zugänge zum Konzept der emischen und etischen Sichtweise anhand von Beispielen aus den Fachdisziplinen Klassische Philologie und Ägyptologie. Die Begriffe stammen aus der Linguistik bzw. der Anthropologie und bezeichnen einerseits die Sicht des Forschers von außen (etisch), andererseits die Sicht aus dem Inneren (emisch), die in ethnographischen Untersuchungen durch Befragung der Bevölkerung erreicht wird. Da im Graduiertenkolleg 1876 die frühen Konzepte von Mensch und Natur herausgearbeitet werden, ist es besonders wichtig, die kulturimmanenten Eigenheiten zu erkennen und nicht durch heutige (naturwissenschaftliche) Erkenntnisse und Ansichten zu überprägen. Zweifellos kann dies nicht immer gelingen, da jeder Forscher in seiner eigenen Kultur und seinem Wissenshorizont verankert ist. Zumindest sollte man sich dieses Problems jedoch bewusst sein und insbesondere bei Übersetzungen stets überlegen, ob den gewählten Begriffen nicht bereits eine Interpretation innewohnt und wie man diese umgehen kann.

"Das nächste Fremde"

 
Dominik Berrens sprach zunächst über "'Das nächste Fremde' – Chances and Challenges in applying emic and etic perspectives to Classical texts". Er wies darauf hin, dass die in der Ethnologie übliche Befragung des untersuchten Volkes bei der Erforschung antiker Kulturen nicht möglich ist. Somit können Fehler, die bei der Interpretation von Texten, aber auch Funden und Befunden geschehen, auf diesem Wege nicht korrigiert werden. Zudem sind die auf uns gekommenen Texte eventuell (sogar sehr wahrscheinlich!) tendenziös, häufig in hohem Maße artifiziell und zumeist nicht repräsentativ für die gesamte Gesellschaft.
Nebenbei: Beides gilt selbstverständlich auch für archäologische Quellen, da sie oftmals nur einem kleinen, hochstehenden Teil der Bevölkerung zuzusprechen sind und oftmals eine bewusste Auswahl darstellen. So zeigen Begräbnis und das Beigabeninventar mitunter stärker den Status des Bestattenden als den des Bestatteten an (Fn. 1).
Berrens bezog sich auf die Bezeichnung der Klassischen Antike als dem "nächsten Fremden" (Uvo Hölscher), die als Vorläufer unserer eigenen Kultur angesehen wird. Somit besteht die Gefahr, vieles, was sich in den antiken Texten findet, mit heutigen Auffassungen gleichzusetzen. Auch lateinische oder griechische Wörter, die heute als Fremdwörter oder taxonomische Fachtermini erscheinen, dürfen nicht a priori mit derselben Übersetzung und dem darin innewohnenden Konzept parallelisiert werden. Als ein Beispiel führte Berrens eine Stelle aus Theophrast über die „Eier“ der Ameise an. Bei diesen handelt es sich wahrscheinlich um die Puppen, nicht die tatsächlichen Eier, die mikroskopisch klein sind. Diese aus heutiger biologischer Erkenntnis falsche Aussage kann jedoch kulturimmanent erklärt werden, wenn man Aristoteles‘ Ausführungen über die Nachkommen der Insekten in zwei Stadien zu Rate zieht.
 

Vulkan oder Werk?

 
Ebenfalls für das Feld der Klassischen Philologie, allerdings für die Latinistik, sprach Katharina Hillenbrand mit dem Vortrag "Missing concepts and wrong thoughts? Examples for emic and etic perspectives on Classical texts". Sie wies darauf hin, dass die Antike nicht nur als Vorläufer, sondern auch als Ideal angesehen wurde (vgl. die Aussage Winckelmanns: "edle Einfalt und stille Größe"). Daher würden abweichende Konzepte oft übersehen oder an moderne Ideen angepasst. Dies geschieht schon in Übersetzungen, da Formulierungen gefunden werden müssen, die für die Zielsprache verständlich sind. Dabei fließen bisweilen bereits Deutungen aus heutiger Sicht ein. Da dies oftmals ungekennzeichnet geschieht, kann es in der Folge zu Fehlinterpretationen kommen, wenn, etwa von Fachfremden, ausschließlich die moderne Übersetzung verwendet wird. Auch werden vermeintliche inhaltliche Fehler korrigiert, da sie nicht dem Bild der idealen Antike entsprechen. Dies nivelliert die kulturellen Unterschiede und schmälert den Erkenntnisgewinn. Diese Probleme zeigte Hillenbrand anhand einiger Beispiele aus dem Ätna-Gedicht auf. Ganz zentral ist dabei natürlich die Frage, ob dem Begriff volcanus dieselbe Bedeutung innewohnt wie dem heutigen "Vulkan". Auch das Wort opus, das für den Berg auftritt, besitzt ein großes Bedeutungsspektrum und Ambiguität, dem eine Übertragung als "vulkanische Tätigkeit", wie in älteren Übersetzungen geschehen, nicht gerecht wird. Eine wörtlichere, weniger spezifische Übersetzung wird von Hillenbrand daher favorisiert.
 

Bellende Hunde und heilige Zeichen

 
Sonja Gerke stellte unter dem Titel "Of Barking Gods and Sacred Signs – Challenges in applying emic and etic perspectives on Egyptian sources" zunächst eine kurze Forschungsgeschichte der Ägyptologie vor. Dies war notwendig, um aufzuzeigen, dass anders als für Latein und Griechisch die altägyptische Sprache erst mühsam wieder entschlüsselt werden musste, bevor die (zahlreich und in großer Varietät erhaltenen) Schriftquellen für Interpretationen zur Verfügung standen. Selbst heute können Textpassagen, die grammatisch und lexikalisch klar sind, inhaltlich nur mit großer Mühe und zahlreichen Vergleichsstellen gedeutet und verstanden werden, wie Gerke an einem Beispiel aus einem Mondtext erläuterte. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die ägyptische Kultur vollständig untergegangen ist und somit keine kontinuierliche Tradition bis zum heutigen Tag vorlag, wenngleich Ägypten zum Beispiel durch die Bibel stets eine Rolle in der christlich-jüdisch geprägten Kultur gespielt hat. Erst die Etablierung als akademisches Fach erbrachte den Wandel vom "erinnerten Ägypten" zum "wiederentdeckten Ägypten", wie es Jan Assmann formulierte (Fn. 2). Zwar sollte es die offensichtliche Fremdheit der altägyptischen Kultur für uns erleichtern, Abstand zu wahren und keine modernen Einsichten in Übersetzungen und Interpretationen hineinzulegen, doch ist dies vielfach nicht möglich und geschieht unbewusst, wie eingangs bereits erwähnt. 

Korb oder Blackbox?


Den Abschluss bildete Simone Gerhards, ebenfalls Ägyptologin, mit dem Thema "Becoming an insider? – Examples for emic and etic reconstructions of Ancient Egyptian concepts". Sie zeigte anhand mehrerer Wörter ("Magie" sowie die für das alte Ägypten so zentrale "Religion"), wie problematisch die Verwendung solcher bedeutungsbeladenen Begriffe ist, wenn man vermeiden will, den antiken Texten heutige Konzepte und Auffassungen zuzusprechen. Einer Arbeit von Martin Fitzenreiter folgend stellte sie zudem anstelle von "etisch“ und "emisch" die Begriffe "konstruieren" und "rekonstruieren" vor (Fn. 3). Die schwierige Frage, ob eine emische Sicht überhaupt möglich sei, beantwortet Gerhards mit zwei Metaphern: Der Korb für die etische Sicht, bei dem nur vorher erwartete Dinge (Texte, Aussagen) gesammelt und kategorisiert werden; und der Blackbox für die emische Sichtweise, in die in einer Untersuchung ohne Erwartungen ein größeres Spektrum einfließt, ehe daraus ein Konzept oder eine Kategorie herausgearbeitet wird. Dies gilt insbesondere für die Zuordnung der Texte in bestimmte Gattungen, die sich an heutigen Definitionen orientiert, im alten Ägypten jedoch in den wenigsten Fällen mit einer eigenen Bezeichnung existiert. Allerdings kann diese Ordnung als hermeneutisches Mittel durchaus angebracht sein; man sollte jedoch offen für eine Verschiebung oder Ausweitung der gesetzten Grenzen sein. Am Beispiel des ägyptischen Begriffs für "Traum" zeigte Gerhards nochmals auf, welchen Informationsverlust man bei der bloßen Übertragung in die heutige Sprache zu beklagen hat.
In einer abschließenden Zusammenfassung wies Sonja Gerke nochmals darauf hin, dass eine rein emische Sichtweise in altertumskundlichen Fächern wohl niemals erreicht werden kann, da das Korrektiv der Befragung der antiken Kultur ausfalle. Stattdessen sprechen sich die Kollegiaten des Panels für den Begriff "kultursensibel" aus. (V. A.-W.)


Fußnoten:
[1] z. B. Eggert, Manfred K. H., Prähistorische Archäologie. Konzepte und Methoden, Tübingen/Basel 2001, 104.
[2] Assmann, Jan, Erinnertes Ägypten: pharaonische Motive in der europäischen Religions- und Geistesgeschichte, Berlin 2006.
[3] Fitzenreiter, Martin, Europäische Konstruktionen Altägyptens – Der Fall Ägyptologie, in: Glück, Thomas/Morenz, Ludwig (Eds.), Exotisch, Weisheitlich und Uralt. Europäische Konstruktionen Altägyptens, Hamburg 2007, 323–351.
 

Donnerstag, 26. November 2015

PhD project by Shahrzad Irannejad: "Localization of the Avicennean Inner Senses in a Hippocratic body"

A report by Valeria Zubieta Lupo.

On November 19th, Shahrzad Irannejad presented her PhD project and gave us some insights into her research. The main aim of her study is to analyse the route and extent of the integration of the theory of the inner senses in humoral medicine. Her research addresses the migration of the ideas regarding the inner senses from philosophy to medicine and from Ancient Greece to the medieval Arabo-Islamic world. Furthermore, she will also track the development of the theory with regard to their (social, cultural, religious and medical) environment.
 
Medieval scholars in both Europe and in the Islamic world believed that in addition to the five "outer" or "external" senses (i.e., touch, taste, smell, hearing, and sight), there was also a set of "inner" senses or Internal Perceptive faculties. These inner senses were generally localized in the ventricles of the brain (Fn. 1).
 
The details of the account of inner senses differed somewhat from one medieval writer to another. According to Miss Irannejad, instead, bits and pieces of it were developed here and there in the Ancient World, gradually accumulating into the full medieval version. The tenth century Iranian philosopher and physician Avicenna (370/980-428/1037) has been claimed to have offered the most comprehensive account of the inner senses (Fn. 2).
 
According to Avicenna's cannon of medicine work, there are five internal senses (Fn. 3). The first is the "sensus communis" (ḥiss ol-moshtarak), which serves as an interface between the five outer senses and the soul; only through which it is possible to perceive with different senses at the same time. The second inner sense is the "receptive imagination" (ḵhayāl), the reservoir of perceived images through sensus communis. Next is the "estimation/faculty of instinctive Apprehension" (wāhimah), which perceives the intentions beyond sensible forms; it allows humans and animals to make instinctive judgments, for instance, that a wolf is dangerous.
 
The fourth faculty is the "compositive Imagination" (motakhayyilah) that combines the images preserved in receptive imagination it is associated with thinking. Lastly, the fifth inner sense, "memorative faculty" (ḥāfiẓah), is a repository of the intentions perceived by estimation and the produced imaged by compositive imagination.

Various classical authors probably influenced Avicenna's theories and knowledge on the brain: The general sketch of the inner senses from Aristotle, cerebral anatomy from Galen, ventricular localization from Nemesius, and the humoral paradigm from Hippocrates, Aristotle, Plato, Stoics, and Galen. Additionally, Avicenna is the most prevalently cited author in the next generations, and is an important case, as he has retained a prominent place in both philosophy and medicine.
 
The research of Miss Irannejad deals mainly with textual material, which will each be duly contextualized. Of main interest to her study is the Avicennean corpus and other medical texts produced in the framework of Arabo-Islamic tradition of Greek humoral medicine with regard to the theory of the inner senses. 

 The major questions that her study intents to address are the following:
  • Why did the theory of inner senses survive in the context of medicine: was the theory applicable in medical practice? Why did the theory of inner senses survive?
  • To what extent was theory of inner senses integrated into the realm of humoral medicine?
  • What mechanisms underlay the expansion of the Aristotelian sensus communis and phantasia into the five Avicennean inner senses?
  • Why the inner senses were localized inside the 'ventricles' and not the substance of the brain?
 
In order to answer these questions, she will review the medical and philosophical works of Avicenna about the theory of the inner senses and whether or not they were applied in explanation and diagnosis of the diseases of the head. Furthermore, she will make a reverse chronological study of philosophical and medical texts in the Greco-Arabic tradition. In the course, she will address each agent who has made alterations in the theory of the inner senses in the Greco-Arabic tradition with regard his cultural, social and religious context.

Footnotes:
[1] Kemp, Simon/Fletcher, Garth J. O.: The Medieval Theory of the Inner Senses. In: The American Journal of Psychology, Bd. 106 (1993), H. 4, S. 559–576.
[2] Goichon, A.-M.: "IBN SINA, Abu 'Ali al-Husayn b. 'Abd Allah b. Sina, known in the West as Avicenna". In: Encyclopedia of Islam. Koninklijke Brill NV (1999), Leiden, The Netherlands.
[3] Pormann, Peter E.: Avicenna on medical practice, epistemology, and the physiology of the inner senses. In: Interpreting Avicenna, Critical Essays, Cambridge University Press, Cambridge (2013), S. 91–108.

Doctoral project by Jakub Sypiański: "Science without frontiers? Political motivations and socio-religious reactions to the exchanges of knowledge between the East Roman Emperors and the Muslim rulers in 750-1100 A.D."

A report by Valeria Zubieta Lupo.
 
On November 19th, Jakub Sypiański presented his doctoral project and gave us some insights into his research. The main aim of his study is to analyse the social and political elements of the exchange of knowledge between East Roman Emperors and Muslim rulers in the period between 750 and 1100 A.D. He tries to identify the social context behind the literary depictions of these exchanges. Moreover, he seeks to understand in which way they were involved and shaped by internal and foreign politics on one hand, and by popular religious prejudices on the other.
 
The Arabo-Roman intellectual contact was forged in one main scenario, the Abbasid Greco-Arabic translation movement between the 8th and the 10th century A.D. Some researchers believe that the so-called "Macedonian Renaissance" in the eastern Roman Empire was influenced by this movement [Fn. 1]. The Abbasid translation movement was strongly supported by the ruling dynasty. Indeed, philosophical, medical and mathematical works from Greek, Persian and Sanskrit were translated into Arabic. 
 
The Abbassid caliphs acquired the manuscripts that were later translated to Arabic through spoils of war during the campaign in Byzantium, science missions sent to Constantinople and gifts from Byzantine emperors. About 60 works were translated into Greek: 28 astronomical and astrological, 17 medical and pharmacological, and among others 1 religious, 3 scientific, 3 meteorological, 2 on divination, 4 literary, 1 alchemical. The peak of Byzantine translations from Arabic is during the 11th century. 
 
The starting point of Mister Sypiański's research are the following hypotheses:
  • The depiction of intellectual interactions was immersed in the social context of the writers and influenced by their prejudices and political aims.  
  • Possession of knowledge had particular social and political uses. Some of them were shared by Arabs and Byzantines, which facilitated intellectual exchange; likewise there were differences that led to misunderstandings.
  • The existence of a Mediterranean "court culture", due to the circulation of members amongst Byzantine, Abbasid, Andalusian and Western elites, shaped the Arabo-Roman intellectual contacts.
  • The scientific rivalry enacted during diplomatic encounters was a tool of internal and external Propaganda.

The main sources that he analyses in his doctoral project are episodes contained in written sources dating from 8th to the 13th A.D. century, like Al-Mamun's dream, gifts to al-Mansur, horoscopes, invitation of Leo the Mathematician to Baghdad, and others. In addition, writings from translators like Simeon Seth are taken into account. 
 
Finally, Mr. Sypiański gave us an insight about some conclusions that can be drawn from an initial analysis of the above mentioned sources: 
  • Arabo-Islamic sources: the "Roman" and/or "Greek" origin of science is sometimes positive and sometimes negative.
  • This simultaneous expression of opposite views is a result of different social attitudes and of the implication of various social milieu.
  • The Byzantine sources comment on the legitimacy of sharing ancient "Roman" knowledge with the infidel foreigners
  • Byzantine sources: almost no comments on the "exoticism" of translated and imported science.

Footnote: 
[1] Gutas, Dimitri: Arabic into Byzantine Greek: Introducing a Survey of the Translations. New Haven 2012, p. 246-262.